Raspberry Pi 3 ist verfügbar

Der neue Raspberry Pi 3 steht nun zur Verfügung.

Er bietet einen Broadcom BCM2837 SoC mit ARM Cortex-A53 64Bit Quad-Core-Prozessor der mit  1,2 GHz getaktet ist, ein BCM43438 Combo Connectivity Device, welches direkt  802.11b/g/n Wireless LAN und Bluetooth Classic sowie Bluetooth
Low Energy unterstützt.  Somit sind keine WLAN und Bluetooth-Dongle mehr erforderlich.

Der Dual-Core VideoCore IV Multimedia-Coprozessor des BCM2837 bietet folgende Funktionen:

•1,2 Gpixel S / s Fill Rate,
•1,8 Gtexel / s der Texturing Rate
•29 GFLOPs Shader-Rechendurchsatz
•OpenGL ES 1.1 / 2.0-Support
•1080p60 Hardware Video Dekodierung
•1080p30 Hardware-Videocodierung
•Eine Hardware-Bildsensor-Pipeline

Die restlichen Features entsprechen dem Raspberry PI 2

•40 Pin GPIO (General Purpose Input Output)
•4 x USB 2.0
•1 x 10/100 Ethernet
•Full-HD HDMI
•Kamera-Port (CSI-2)
•LCD-Port (DSI)
•3,5 mm Audio-Buchse und Composite-Video
•Micro-SD-Kartensteckplatz
•Micro-USB-Buchse zur Stromversorgung
•Maße: 85 mm x 56 mm x 17 mm

Das Steckernetzteil muss eine Spannung von 5 V liefern. Die Raspberry Pi Foundation empfiehlt 2,5 A.
Je mehr Geräte am PI via USB betrieben werden desto leistungsstärker sollte das Netzteil sein.

 

PI-Sprachsteuerung mit Apple Geräten unter IOS8

Update: Seit IOS9 und dem Umbau der Notiz-App und dem Wegfall der IMAP-Abruffunktionalität nicht mehr lauffähig.

Seitdem der SiriProxy nicht mehr funktioniert, fehlte es an der Möglichkeit, den Raspberry mittels Sprachbefehlen zu steuern.

Es gibt nun eine Alternative, welche uns diese Möglichkeit wieder eröffnet.

Unter https://github.com/HcDevel/SiriAPI8 finden wir eine API von HCDevel. Mit deren Hilfe kann man, indem man über Siri eine Notiz erstellen lässt, welche danach per IClound gesynct wird, dem Raspberry wieder Befehle geben.

Die API kann mit Python genutzt werden und prüft im Betrieb das ICloud-Konto ab, ob es Notizen mit einem bestimmten Schlagwort gibt. Wenn eine Notiz incl. dem definierten Schlagwort vorhanden ist, wird die Notiz entfernt und man kann definieren, was der PI machen soll.

Installation:

  • sudo apt-get install git
  • git clone https://github.com/HcDevel/SiriAPI8.git
  • cd SiriAPI8
  • sudo apt-get install python3-setuptools
  • sudo python3 setup.py install

Nun einfach die example.py nach eigenen Bedürfnissen anpassen und als Bsp. dort ein Shell-Script ausfühen lassen, wenn durch Siri eine Notiz erstellt wurde.

Dies funktioniert beim mit wunderbar.

Wichtig:

  • Als ICloud-Konto das mit @me.com eintragen.
  • das @me.com Konto als Default für Notizen im Apple-Gerät eintragen
  • Die Kennung und das Passwort in der example.py hinterlegen.
  • Bei Bedarf das „Keyword“ in der SiriAPI8.py unter SiriAPI8/SiriAPI8/ anpassen (2x) UND es immer alles in Kleinbuchstaben eintragen !

Script im Hintergrund laufen lassen

Jeder kennt dies. Man hat ein Script geschrieben und möchte, dass dies nach dem Start weiterläuft, auch dann, wenn man z.B. seine SSH-Sitzung beendet hat.

Vielleicht handelt es sich auch um ein Script, welches in Dauerschleife läuft, da es kontinuierlich einen Status prüft.

Hier hilft nohup.

  • nohup /home/pi/scriptname.sh 0<&- &>/dev/null &

Dabei werden alle Ausgaben nach /home/pi/nohup.log geschrieben. Die Ausführung erfolgt im Hintergrund

– Danke an Holger 😉

PI SD-Card im PI2 weiterbenutzen können

So wie mir geht es vielleicht auch anderen, wenn man die SDCard vom PI1 in einem PI2 benutzen will. Einfach reinstecken und alles ist gut, entspricht u.U. nur der Theorie.

Was ist zu tun, damit es wirklich klappt:

  • SDCard im PI1 booten
  • sudo rpi-update
  • sudo apt-get update
  • sudo apt-get upgrade

Nun sollte der PI2 mit der Karte zurechtkommen, AUSSER ihr habt die Installation per NOOBS gemacht und nicht direkt ein Raspian ISO auf der SDCard installiert. Solltet Ihr NOOBS benutzt haben, dann ladet euch von

https://www.raspberrypi.org/downloads/

NOOBS Lite herunter und entpackt das Archiv. Kopiert alles auf eure SDCard ausser ‚recovery.cmdline‘.

Nun die SDCard in die PI2 schieben und er sollte anstandslos booten.

Temperaturmessung mit dem Pi

Als eines der ersten Projekte versuchen sich viele an einer Messung der Temperatur in einem Raum. Dies ist relativ einfach zu realisieren.

Als Sensor empfehle ich den DS1820. Er funktioniert von Haus aus mit dem Raspberry und benötigt keine weiteren externen Treiber.

Was brauchen wir:

  • Lötkolben
  • Lötzinn
  • 3 x Jumperkabel
  • 1x DS1820 Sensor
  • Widerstand zwischen 4,7K bis 10K Ohm

Alternativ könnte man das Ganze auch mit einem Steckboard ausprobieren. Das überlasse ich mal Euch.

Erst einmal zur Vorbereitung:

Der Sensor hat 3 Anschlüsse, welche wir an den Raspberry anschließen müssen.

  • GND
  • Data
  • VCC 3,3V-5V

ds1820_mit_Widerstand

Wichtig ist, dass wir neben den 3 Jumperkabeln, welche wir an jeden Pin des Sensor anlöten, auch noch den Widerstand zwischen das Kabel des Data-Pins und des VCC-Pins setzen. Somit sind diese beiden Leitungen durch den Widerstand miteinander verbunden.

Wie die Richtung des Widerstandes ist egal. Sucht Euch eine aus.

Damit ist die handwerkliche Arbeit bereits erledigt und wir widmen uns unserem PI.

Erst einmal sollten wir die folgenden Dinge tun, damit unser PI „up-to date“ ist.

  • sudo rpi-update
  • sudo apt-get update
  • sudo apt-get upgrade
  • sudo raspi-config -> unter Advanced Options -> Update

Nun müssen wir noch den Treiber ins System bekommen.

Dazu einfach folgendes tun:

  • sudo nano /boot/config.txt

Hier fügt Ihr in der letzten Zeile folgendes ein:

dtoverlay=w1-gpio, gpiopin=4, pullup=on

(STRG-O zum Speichern drücken, gefolgt von STRG-X zum Beenden von nano)

Solltet Ihr nicht den GPIO4 für den Sensor nutzen wollen, könnt Ihr hier auch den GPIO anpassen.

Steckt nun das Kabel VCC an den GPIO mit 3,3V, das Datenkabel an den GPIO4 (bzw. den, welcher in der /boot/install.txt angegeben wurde) und den GND an den GND-GPIO vom PI.

Nun einmal den PI neu starten, damit alle Komponenten geladen werden. Wenn alles soweit richtig funktioniert hat, sollte man prüfen, ob den der Sensor auch Daten ausgibt. Dazu gehen wir wie folgt vor:

  • cd /sys/bus/w1/devices
  • cd 10-XXXXXXXXXXXXX (die XXX sind die Ident-Nummer des Sensors. Einfach mit „dir“ gucken, wie der genau heißt. Jeder Sensor hat eine eindeutige Nummer. Da man mehrere Sensoren parallel nutzen kann, besteht hier die Möglichkeit, jeden separat auszuwählen.
  • cat w1_slave

Hier bekommt ihr nun das Ergebnis des Sensors zu sehen.

Temperatur

Beim „t=“ steht nun die Temperatur. Hier sind es 22437. Man muss den Wert nun einfach durch 1000 teilen und erhält somit 22,437 Grad. Der Sonsor ist auf +-0.5 Grad genau. Somit sollte sich die Temperatur zwischen 21,937 und 22,937 Grad bewegen.

 

 

Sonos Lautsprecher AIRPLAY fähig machen

Update: Als Beta-User von SONOS kann direkt mit Apple-Music auf 
                   den SONOS-Geräten gearbeitet werden 😉

Alle die keine Beta-User sind …. Etwas Geduld bitte.

Update: Seit IOS9 werden die SONOS-Boxen nicht mehr gefunden.

Seit kurzem bin ich freudiger Besitzer eines PLAY:1 von SONOS.

Soweit gibt es nichts, was mir nicht gefällt. Doch als Apple mit Apple Music startete, kam ein kleines „Problem“ zum Vorschein, welches Apple-User unter Umständen nicht ganz so schön finden.

SONOS  unterstützt von Haus aus kein AirPlay. Somit kann ich keine Music von Apple-Geräten per AirPlay an SONOS senden. Also fällt das Streamen von Apple Music, solange SONOS es nicht direkt unterstützt, aus.

Schade…  Aber nun kommt die Lösung. Mit einem Raspberry PI2 werdet ihr mehr Freude an der Lösung haben, als mit einem PI der vorherigen Generationen.

Das liegt einfach an der Leistung, die der PI2 mit sich bringt. Er ist in der Lage, neben der gleich beschriebenen SONOS-AirPlay-Lösung noch viele andere Dinge parallel zu erledigen.

Ein PI „1“ wird hier überfordert werden und der AirPlay-Support nicht mehr funktionieren, wenn nebenbei noch andere Dinge auf ihm laufen.

Was ist zu tun, um in den Genuß von AirPlay und SONOS zu kommen ?

Fangen wir an:

Solltet ihr nicht mindestens einen Raspberry PI2 haben, lest Euch in einem der anderen Beiträge durch, wie Ihr Euren PI übertakten könnt. Damit sollte es auch bei Euch flüssig laufen.

Besitzer eines Raspberry PI2 können dies getrost ignorieren.

Installation von AirSonos:

  • sudo apt-get update
  • sudp apt-get upgrade
  • sudo apt-get install git-all libavahi-compat-libdnssd-dev
  • wget http://node-arm.herokuapp.com/node_latest_armhf.deb
  • sudo dpkg -i node_latest_armhf.deb
  • sudo npm install airsonos -g

Der letzte Punkt dauert je nach Pi mehrere Minuten (der PI2 ca. 6 Minuten) und beim PI um die 25 Minuten.

Danach könnt Ihr einfach AirSonos starten

  • sudo airsonos

Auf dem Bildschirm kommt viel Text, unter anderen eine Warnung, welche aber getrost ignoriert werden kann. Danach müsste folgendes erscheinen:

Searching for Sonos devices on network…
Setting up AirSonos for Badezimmer {192.168.178.40:1400}

Badezimmer steht für den Namen der Sonos-Box, die IP für deren IP in Eurem Netzwerk. Wenn Eure Box/Boxen hier sauber gefunden werden, solltet Ihr nun keine Probleme haben, eure Musik per AirPlay auf die jeweilige SONOS-Box zu senden.

Selbst DRM-geschützes Material von Apple Music kann SONOS nun abspielen.

 

Raspberry PIs übertakten – softwareseitig

Wenn der PI nicht genug Leistung bringt (insbesondere der PI1), dann kann man diesen softwaremäßig übertakten. Ich rate an, nicht gleich alles aus dem kleinen Rechner rausholen zu wollen, sondern sich langsam an das Limit heranzutasten.

Dazu braucht man nicht viel. Man kann dies schon relativ einfach machen, indem man RASPI-CONFIG startet und dort unter dem Punkt Overclock eine Änderung vornimmt. Danach sollte man den PI neu starten und schauen, wie er sich verhält. Sollte es zu Problemen kommen, macht man die Änderung wieder via RASPI-CONFIG rückgängig.

  • sudo RASPI-CONFIG

raspi-config-menu

Hier gibt es nun ein bisschen was zur Auswahl. Aber geht es langsam an !

raspi-overclock

Unter Umständen ist es sinnvoll, hier den PI mit Kühlelementen zu versehen. Dies liegt aber in Eurem ermessen.  Solltet Ihr euren PI2 übertaktet haben, könnt Ihr in einem der anderen Beiträge lesen, wie ihr den PI2 wieder auf Default bekommt. Das geht beim PI2 leider nicht per RASPI-CONFIG, sondern nur durch direktes editieren der /boot/config.txt per nano oder einem anderen Editor.

Den PI2 kann man auch noch weiter übertakten, als es RASPI-CONFIG zulässt. Dazu einfach per nano die /boot/config.txt editieren:

  • sudo nano /boot/config.txt

Nun könnt ihr dort nach den folgenden Werten suchen und diese anpassen. Vielleicht läuft Eurer PI2 auf 1,0GHz bzw. 1,1GHz noch stabil. Bis dato kenne ich jedenfalls noch keinen PI2, der die 1,2GHz-Marke gesprengt hat.

1,0 GHz:
arm_freq=1000
core_freq=450
sdram_freq=450
over_voltage=2

1,1 GHz:
arm_freq=1100
core_freq=500
sdram_freq=500
over_voltage=6

Um den Speicher der GPU zu erhöhen kann man folgenden Wert erhöhen:

  • gpu_mem_1024=256

Wer viel mit LXDE oder KODI etc. arbeitet kann gerne mal die 256 gegen 320 oder mehr wechseln. Das sollte spürbar sein. Wenn man rein auf der Konsole arbeitet und den PI nur als NON-GUI Server laufen lässt, kann man den Wert auf verringern. Hier ist 16 der Minimumwert. Somit bleibt mehr Speicher für die CPU.

Man kann die CPU auch hindern, runterzutakten, wenn die Leistung nicht benötigt wird. Dies wird mit force_turbo=1 in der /boot/config.txt realisiert. Dies sollte man, wenn man seinen PI gerne hat, aber eher nicht tun.

Raspberry PI2 nach dem Übertakten wieder auf Default setzen

Das Übertakten des PI2 kann man ja sehr schön per RASPI-CONFIG erledigen. Leider kann man ihn darüber nicht wieder auf Default setzen. Vielleicht kommt das ja mal irgendwann, aber bis dahin kann man dies auch selber erledigen, indem man folgendes macht:

  • sudo nano /boot/install.txt

sucht dort nun die folgenden Zeilen

arm_freq=1000
core_freq=450
sdram_freq=450
over_voltage=2

und ändert diese wieder auf den Default von:

arm_freq=900
core_freq=250
sdram_freq=450
over_voltage=0